Zwangsheirat oder Zwangsehe?

Was sind Zwangssituationen?

Zwang kann in unterschiedlichen Situationen einer Beziehung auftauchen: Bei jungen Frauen und Männern im Vorfeld und Zuge der Verheiratung durch die Familie. Junge Menschen stehen dann unter Druck, eine Ehe zu schliessen, die sie nicht möchten, oder auf einen Partner zu verzichten, den sie lieben.

Was ist eine Zwangsheirat?

Eine Zwangsheirat ist eine Eheschliessung, zu der eine oder beide Seiten gegen ihren Willen gezwungen werden. In der Regel sind Zwangsheiraten mit psychischer, mitunter auch physischer Gewalt verbunden und stellen damit eine Form von häuslicher Gewalt dar. Zwangsheiraten verstossen gegen die Menschenrechte und können in der Schweiz zivil- und strafrechtlich verfolgt werden.

Was ist eine Zwangsehe?

Eine Zwangsehe liegt dann vor, wenn sich Personen aufgrund von Sanktionen oder Druck aus ihrem Umfeld, insbesondere der Familie dazu gezwungen sehen, eine bereits geschlossene Ehe gegen den eigenen Willen aufrecht zu erhalten. Personen, die sich nicht trennen dürfen, leben in einer Zwangsehe, auch wenn die Ehe ursprünglich freiwillig geschlossen wurde. Eine Eheschliessung ist in der Schweiz nicht möglich, wenn ein oder beide Ehegatten noch minderjährig sind. Im Ausland geschlossene Ehen von Minderjährigen werden in der Schweiz nicht anerkannt.

Zwangssituationen betreffen Frauen und Männer

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