Sexuelle Gewalt

Was versteht man unter sexueller Gewalt?

Frauen und Männer erleben verschiedene Formen von sexueller Gewalt:

  • subtiler oder offener Druck durch den Partner zu nicht gewünschten sexuellen Handlungen
  • trotz einem „Nein“ wird der Geschlechtsverkehr erzwungen
  • Vergewaltigung und sexuelle Nötigung
  • Körperliche und sexuelle Gewalt im öffentlichen Raum
  • sexuelle Ausbeutung in der Kindheit
  • sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
  • sexuelle Belästigung per E-Mail, SMS oder Telefon
  • sexuelle Übergriffe in der Öffentlichkeit

Sexuelle Handlungen können auf verschiedene Arten erzwungen werden. Es muss dabei nicht immer körperliche Gewalt angewendet werden. Manchmal reicht auch die Androhung von Gewalt oder Sanktionen. Bei Vergewaltigungsversuchen befinden sich Betroffene oftmals in einem Schockzustand, haben Angst und können sich nicht wehren.

Folgen sexueller Gewalt

Die Erfahrung sexueller Gewalt ist einschneidend und oftmals traumatisch. Sie bedeutet einen Angriff auf die Persönlichkeit und die Würde und kann zu Einschränkungen in verschiedenen Lebensbereichen führen. Oft scheint Vieles nicht mehr so zu sein wie vorher.

Mögliche psychische Folgen können sein:

  • Angst- und Panikzustände
  • Ekel-, Scham- und Schuldgefühle
  • Schreckhaftigkeit
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsprobleme
  • Verzweifelung und Ohnmacht
  • Stimmungsschwankungen und Depressionen
  • psychosomatische Beschwerden

Häufig kann es lange Zeit dauern, bis vorhandene Symptome abklingen und es den Betroffenen gelingt, wieder stabiler zu werden und die Gewalterfahrung zu integrieren.

Weitere Informationen