Entschädigung Genugtuung

Das Opfer und seine Angehörigen haben Anspruch auf eine Entschädigung für den durch die Straftat erlittenen Schaden (zum Beispiel Erwerbsausfall, Ausfall von regelmässigen Unterhaltsleistungen, Bestattungskosten). Schadenersatzleistungen von Dritten (Täter/Täterin, Versicherungen usw.) werden angerechnet. Wenn sofortige finanzielle Hilfe benötigt wird und die Folgen der Straftat kurzfristig nicht mit hinreichender Sicherheit festzustellen sind, kann ein Vorschuss beantragt werden. Entschädigung und Vorschuss hängen im Gegensatz zur Genugtuung von den finanziellen Verhältnissen der gesuchstellenden Person ab. Das Opfer und seine Angehörigen haben Anspruch auf eine Genugtuung, wenn die Schwere der Beeinträchtigung es rechtfertigen. Weitere Infos hier.

Wer eine Entschädigung oder Genugtuung beantragen oder einen Vorschuss erhalten will, muss bei der zuständigen kantonalen Behörde ein Gesuch stellen. Für die Einreichung des Gesuchs steht bei der zuständigen Behörde oder bei den Opferhilfe-Beratungsstellen ein Formular zur Verfügung. Die Begehren sind an den Kanton zu richten, in dem die Straftat begangen wurde:

St. Gallen
Sicherheits- und Justizdepartement
Oberer Graben 32
9001 St. Gallen

Link zur Opferhilfe-Seite des Kantons St. Gallen
Download Formular Gesuch um Entschädigung und/oder Genugtuung nach Opferhilfegesetz SG

Appenzell Ausserrhoden
Departement Gesundheit und Soziales
Departementssekretariat
Kasernenstrasse 17
9102 Herisau

Link zur Opferhilfe-Seite des Kantons Appenzell Ausserrhoden
Download Formular Gesuch um Entschädigung und/oder Genugtuung nach Opferhilfegesetz AR

Appenzell Innerrhoden
Staatsanwaltschaft des Kantons Appenzell Innerrhoden
Unteres Ziel 20
9050 Appenzell

Das Gesuch um Entschädigung oder Genugtuung muss innert fünf Jahren nach der Straftat bei der zuständigen kantonalen Behörde eingereicht werden, ansonsten verwirkt der Anspruch. Darüber hinaus gelten zugunsten verschiedener Opfer (zum Beispiel für Kinder) Sonderregelungen. Nähere Informationen dazu erhalten Sie bei den Opferhilfe-Beratungsstellen.

Wird eine Entschädigung oder Genugtuung ausgerichtet, so gehen die Ansprüche, die dem Opfer und seinen Angehörigen aufgrund der Straftat gegenüber Dritten (Täter/Täterin, Versicherungen usw.) zustehen, im Umfang der geleisteten Entschädigung oder Genugtuung an den Kanton über.